ASP Konzert in der Turbinenhalle.

Bands bei Konzerten und Bands bei Festivals. Da gibt’s ja doch riesige Unterschiede. Während man auf Konzerten nur wegen eben dieser einen Band vor Ort ist und die ein oder zwei, meist ziemlich schlechten Vorbands irgendwie erträgt und die lange Wartezeit bis zum eigentlichen Hauptact überbrückt, indem man sich einfach so lange mit Bier zuschüttet, bis man beinahe nicht mehr weiß, warum genau man eigentlich vor Ort ist, findet die Musik auf Festivals ja beinahe schon eher nebenbei als Rahmenprogramm statt und man schlendert gemütlich von Bühne zu Bühne um von allem ein wenig mitzunehmen.
Auch die Auftritte selbst unterscheiden sich. Während die Bands auf Festivals wesentlich weniger Zeit für ihren Auftritt haben, und das Programm natürlich stark komprimiert wird, kann man bei einem Konzert wesentlich mehr von seiner Diskographie präsentieren, Atmosphäre aufbauen, intensiver mit dem Publikum interagieren und neue Stücke vorstellen.
ASP haben jede Menge neue Songs von “Fremd” und der bald erscheinenden, neuen EP “Geisterfahrer” gespielt, sowohl schnelle als auch ruhigere Stücke, waren dankbar für die gute Aufnahme der neuen Songs durch das Publikum und Alexander konnte gar nicht oft genug betonen, wie dankbar er den Fans ist, dass sie die Band dorthin gebracht haben, wo sie heute ist. Die zwei Runden Zugaben waren geprägt von Klassikern wie “Ich will brennen”, “Schwarzes Blut”, “Werben” oder “Ungeschickte Liebesbriefe”. Trotz eines wirklich langen Konzertes fehlten mir dennoch einige Klassiker wie “Finger Weg!”, “Lykanthropie” oder auch die “Ballade vom schwarzen Schmetterling”.
Dennoch war es ein wirklich gutes Konzert mit toller Atmosphäre und ASP haben mal wieder bewiesen, dass sie auch Live eine wirklich gute Figur machen. Alexander kann nicht nur im Studio alles aus seiner Stimme herausholen, sondern weiß auch auf der Bühne und vor Publikum zu begeistern.

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