Podcast Nr. 573: Japanische Blut- und Kotzepornos

Unscheinbare Feiertage, Frau Weber, Sandwiches, Konfitüre, Babyfrass und Katzenstreu, wir besetzen den Fernsehgarten und ihr geht weg und macht die Server frei.

Unscheinbare Feiertage, Frau Weber, Sandwiches, Konfitüre, Babyfrass und Katzenstreu, wir besetzen den Fernsehgarten und ihr geht weg und macht die Server frei.

Runtergeladen und ausgeschaltet, gutes Bild abgeben, mit oder ohne ist fast niemals gut, was ich alles so gebacken bekomme, dumme Fragen, zum Ficken nach Thailand, hier geht’s zum Wunschzettel und da oben seht ihr, wie ihr mich in Sanktuario finden könnt.

Tja, um ehrlich zu sein: Es gibt eigentlich nichts neues. Momentan läuft alles ziemlich gut. Man lebt. Die Arbeit spannt mich momentan ziemlich ein, weswegen ich meine Freizeit des öfteren eher passiv als aktiv nutze: Ich liege sinnlos auf der Couch, höre mich durch aktuelle Podcast Episoden oder schaue mir Filme via Apple TV an. Bei passendem Wetter sind das Weib und ich natürlich gerne auch draußen unterwegs und unternehmen Dinge. Abends oder an freien Tagen kocht die Frau sich für ihre neue Website um Kopf und Kragen und ich widme mich der Anhalter-Serie von Douglas Adams, die ich mir erst vor kurzem in Form der ersten 4 Bücher zulegte.
Das Internet, und damit auch dieser Blog, kommt gelegentlich etwas zu kurz. Ich lese mich kaum noch durch meine RSS Feeds, überfliege viele Dinge nur noch oder speichere sie in Pocket ab, wo ich sie dann allerdings auch nicht wirklich lese. Lange und ausführliche Blogbeiträge zu bestimmten Themen oder über erlebte Ereignisse sind momentan eher Mangelware, was mich persönlich allerdings nicht stört. Hier muss nicht jeden Tag der Papst steppen und auch im wirklichen Leben ist nicht jeden Tag Silvester. Manchmal lebt man einfach nur. Kommt von der Arbeit nach Hause, isst gemeinsam, unterhält sich über den Tag, unternimmt entweder etwas zusammen oder beendet den Tag mit einem gemütlichen Fernsehabend. Das ist absolut okay und muss auch mal sein. Wir sind keine Rockstars, bei denen jeden Tag ein Fass aufgemacht wird. Andererseits muss aber auch nicht jeder kleine Schnipsel des Privatlebens im Internet verramscht werden.
Das Leben macht momentan einfach ziemlichen Spass. Trotz jeder Menge Arbeit habe ich genug Freizeit und kann mir diese nach Lust und Laune einteilen. Alles kann, nichts muss. Der Sommer steht gerade erst vor der Tür und in meinem Terminkalender habe ich bereits jetzt jede Menge Veranstaltungen stehen, die ich in den nächsten Wochen besuchen werde. Pfingst Open Air in Essen, Blackfield Festival in Gelsenkirchen, Kostum Kulture in Bottrop, Umlala Konzert in Köln und dann noch die nicht fixen Termine, an denen man sich einfach mal spontan mit Freunden im Biergarten trifft.
Und sonst so?
Alles gut! Das Zusammenleben mit dem Weib wird jeden Tag besser, der Job macht nach wie vor Laune, wir sind gesund und erfreuen uns unseres Lebens. Ich werde in den nächsten Tagen anfangen, an der zweiten Ausgabe des Bastard Magazines zu arbeiten, was im übrigen auch super läuft. Intern sind da noch ein paar Besonderheiten geplant, von denen ich aber erst reden kann und darf, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Außerdem habe ich mir eine neue Uhr gekauft, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mir Diablo 3 zulegen soll, ich habe noch immer nicht angefangen, meine Unterlagen für meine Steuererklärung zusammenzusuchen, und ich werde mich in den nächsten Tagen und Wochen mal intensiv auf die Suche nach einem neuen Auto machen.
Aufregende und hektische Zeiten liegen hinter mir. Aber am Horizont warten bereits wieder neue. Weswegen momentan eine kleine Verschnaufpause angesagt ist. Aber alles ist gut und das Leben könnte zur Zeit nicht besser sein.

Der ZDF Fernsehgarten ist bereits seit meiner Kindheit eine feste Konstante in meinem Leben gewesen. Damals noch moderiert von der grossartigen Ilona Christen, die danach zuerst mit einer seltsamen Talkshow auf die sprichwörtliche Nase fiel, sich vor wenigen Jahren dann aber tatsächlich streckte und sich davon nicht mehr erholte, später von Ramona Leiß, welche die Kinder der 80er noch gut aus der Knoff-Hoff-Show kannten, wo sie es zusammen mit Joachim Bublath, dem alten Schlüpferstürmer regelmässig zischen und puffen ließ, und mittlerweile (wieder) von Andrea ‘Kiwi’ Kiewel, bietet der ZDF Fernsehgarten uns jeden Sonntag eine wunderbare Möglichkeit, sanft und entspannt in den Tag zu gleiten. Und vor allem: Uns bei Twitter darüber auszulassen.
Großer Vorreiter ist hier der olle @nerotunes, den ich bereits dafür sehr schätze, dass er, genau wie ich, gelegentlich auch ganz gerne mal WDR 4 hört, den guten alten Hausfrauensender mit Hang zum Schmalz. Und während Jörn heute mittag so fröhlich über den Fernsehgarten twitterte, da hatte er plötzlich einen Gedankenblitz, dessen Genialität ihm wohl noch gar nicht wirklich bewusst ist.
Hat nicht mal jemand Lust den Fernsehgarten zu entern? Reisegruppe, 30 Leute, alle twittern live aus der Sendung? #fsg
— Yes, that NERO! (@nerotunes) Mai 13, 2012
Und da war die Idee auch schon geboren und ich fand sie absolut super. Warum ein Twittertreffen in irgend einer verschimmelten Kneipe in irgend einem ausgestorbenen Kuhdorf? Warum ein Twittertreffen in einem total coolen, überteuerten Szenelokal in Frankfurt am Main? Warum ein Twittertreffen am Rande einer absolut überbewerteten Internet-Konferenz in Berlin? Wir treffen uns einfach in Mainz auf dem ZDF Gelände zu einer Aufzeichnung des ZDF Fernsehgartens!
Grossartige Idee, oder? Ihr wollt dabei sein, oder? Sicherlich. Aber die Idee steht noch ganz am Anfang. Natürlich gibt es noch keinen Termin, aber bereits eine Facebook Gruppe. Aber alles der Reihe nach. Erstmal ein paar kurze, elementare Informationen:
Außer am 5. August wird der ZDF Fernsehgarten voraussichtlich bis zum 16. September immer Sonntags um 11 Uhr live aus dem Fernsehgartengelände des ZDF in Mainz-Lerchenberg übertragen. Die Sitzplätze sind, ob ihr es glaubt oder nicht, bereits für sämtliche Shows in diesem Jahr ausverkauft. Was schade ist. Stehplätze sind natürlich auch okay und mit 6 Euro auch ziemlich günstig, aber insgeheim wollen wir doch schon alle ganz vorne sitzen und einmal fröhlich in die Kamera winken. Aber wir haben da so ein Gefühl, dass wir mit genügend Aufmerksamkeit beim ZDF vielleicht einen Fuß in die Tür bekommen. Denn bereits kurz nach Jörns Vorschlag gab es eine erste Reaktion.
:D “ZDF-Fernsehgarten commented on you Post: Wir können den Vorschlag ja mal weitergeben ;)”
— Yes, that NERO! (@nerotunes) Mai 13, 2012
Wenn wir uns also ganz doll anstrengen, diesen Blogpost hier so weit wie möglich durch’s Internet jagen, und alle Fans vom ZDF Fernsehgarten bei Facebook werden, dann könnte es ja möglicherweise sein, dass das ZDF für uns ein paar Stühle mehr aufstellt.
Also: Werdet Mitglied unserer Facebook-Gruppe, und nennt uns mal einen Sonntag, der euch am besten passen würde, damit wir so viele Leute wie möglich in den Garten bekommen. Der genaue Termin wird dann dort in den nächsten Tagen veröffentlicht. Und auch, wie ihr an Karten kommt.

Zu schlechten Uhrzeiten von Klingonen geweckt, fickrig auf kollektierbare Editionen aber auch auf den diabolischen Dreier, statt irgendwas billigem zum reinstecken mit Nippeln lieber nur einen Ständer und alte kaputte Uhren mit leeren Batterien.

Mein gesamtes Wissen über die Romanreihe ‘Per Anhalter durch die Galaxis’ habe ich aus dem, wie ich hörte, den Büchern nicht wirklich gerecht werdenden Kinofilm und dem Internet, respektive Twitter. Mir ist durchaus bewusst, dass dies eine wirklich gigantische Lücke in meiner Allgemeinbildung darstellt, aber man kann nunmal nicht alles kennen. Dafür weiß ich viel über Star Trek und Star Wars, habe die Herr der Ringe Bücher und so ziemlich jedes Stephen King Buch gelesen. Auch wenn mir bewusst ist, dass diese Tatsache kaum einen Ausgleich darstellt.
Nun ja, jedenfalls habe ich mir schon seit einer halben Ewigkeit vorgenommen, mich endlich den Werken von Douglas Adams zu widmen. Als der Kindle ins Haus kam und meine Entschlossenheit, endlich wieder viel mehr zu lesen, sich kaum noch in Grenzen hielt, wurde meine Euphorie leider allzu schnell gebremst, denn die Anhalter-Romane sind dort nur in der englischen Originalsprache verfügbar. Und jetzt kann ich schon die ganzen beschissenen Nerds und Internetsuperstars hören, wie sie mir erklären wollen, dass man englische Bücher gefälligst in der Originalsprache zu lesen hat und Douglas Adams ja sowieso, denn sonst kommt womöglich noch die Queen persönlich hergeflogen und verprügelt einen mit einem Knüppel, oder im Idealfall mit einem nassen Handtuch.
Tut mir leid Leute, aber als ich die Schulbank drückte, war das Internet noch nicht so sehr im täglichen Leben angekommen wie heute und die Kommunikation mit Menschen von der anderen Seite der Erdkugel ebenfalls nicht. Wisst ihr, damals war es auch durchaus nicht so einfach wie heute, zwecks Übung und Festigung der Sprachgewandtheit an Filme oder Bücher in Originalsprache heran zu kommen, auch wenn ihr euch das heute vielleicht kaum noch vorstellen könnt. Die Songtexte der Charts wurden uns von der Bravo übersetzt und überhaupt hatte ich damals ganz andere Interessen, als mich nach der Schule hinzusetzen und Englisch zu lernen. Womit ich nicht sagen will, dass ich der englischen Sprache nicht mächtig bin. Im Verstehen bin ich mit Sicherheit noch um einiges besser als im selbst wiedergeben. Das Lesen eines gesamten Buches wäre mir bestimmt möglich, aber ob es mir wirklich soviel Spass machen würde, wage ich zu bezweifeln.
Aber ich will nicht so sehr abdriften. Englisches Original war also uninteressant. Vor wenigen Tagen entdeckte ich die Romane dann als Hörbücher im iTunes Store. Leider sagte mir der Sprecher/Vorleser nicht zu 100 Prozent zu und bei Hörbüchern besteht bei mir außerdem immer die Gefahr, dass ich noch vor dem Ende des ersten Kapitels bereits in einen friedlichen Tiefschlaf gefallen bin. Irgendwie auch nicht so gut. Also blieb mir nur noch eine Alternative: Der gute alte tote Baum. Echte Bücher. Aus echtem Papier. Und so kaufte ich mir heute in einer Kurzschlussreaktion die ersten 4 Bände der Anhalter-Reihe und werde noch heute Abend mit dem Lesen beginnen.
Meine kulturelle Bildungslücke wird nun bald, wenn auch etwas verspätet, der Vergangenheit angehören und ich freue mich tierisch darauf, in die Welt von Douglas Adams abzutauchen.

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an mein letztes Erlebnis bei dem Versuch, mir ein neues Sakko zu kaufen. Heute habe ich mich dann mal wieder getraut, ein Modegeschäft zu betreten um einen erneuten Versuch zu unternehmen, denn es wurde so langsam wirklich Zeit. Nachdem ich vor einigen Monaten das Sakko meines letzten Anzuges besoffen in irgend einem Club hatte liegenlassen, und seitdem jedes Mal mit einem nicht zur Hose passendem und leider auch etwas zu weit geschnittenem Ersatzjackett zu Anlässen erscheinen musste, bei denen ein perfekt sitzender Anzug sicherlich weitaus besser gepasst hätte, wollte ich heute nicht eher nach Hause kommen, bevor ein neuer Anzug gegen Geld den Besitzer getauscht hätte.
Und wie ihr oben sehen könnt, war ich erfolgreich. Es ist ein Slim-Fit geworden, was bedeutet, dass die Taille des Jacketts etwas körperbetonter geschnitten ist. Im Gegensatz zu einem flauschigen Filzmantel, kombiniert mit Röhrenjeans und Seidenschal wirkt das bei einem Anzug absolut nicht schwul sondern unfassbar cool und lässig.
Beim Anzugkauf trage ich übrigens am liebsten durchgetretene Schuhe, ungebügelte Hosen, mein Space Invaders T-Shirt und meinen Parka um in den Geschäften absolut fehl am Platz zu wirken und mich an den abwertenden Blicken der Verkäufer zu ergötzen. Hätte ich genug Geld, um mir einen werksneuen Mercedes zu kaufen und bar zu bezahlen, täte ich das vermutlich in Bademantel und Plastiksandalen. Einfach, weil es dann viel mehr Spass macht.
Nicht im Bild ist die zum Anzug gehörende, passende Hose und die Mephisto Schuhe, die teuer waren als der gesamte Inhalt eures Kleiderschranks. Vermutlich.
Die Spotify iPad App ist da. Nun kannst du Musik spielen, entdecken und mit Freunden teilen, wie nie zuvor. Schau dir unser Video und einige der tollen Features unten an.
Das Video ist ziemlich witzig. Die App selbst ist schön geworden und überzeugt mich dank der Möglichkeit der Vollbildansicht und vor allem der AirPlay-Integration. Dem perfekten, fast unerschöpflichen Musikgenuss in den eigenen vier Wänden steht nun nichts mehr im Wege. Und ich bin mir gerade nicht ganz sicher, aber gab’s diese 30 Tage Testgeschichte auch schon vorher?