Die Sache mit der Geduld.

Geduld ist eine Tugend. Sagt man. Mag auch sein. Trifft bei mir aber nicht zu. Geduld war noch nie meine Stärke. Auch ein Grund, warum ich mich dann letzten Endes doch für den Kauf eines iPad entschieden habe. Für’s MacBook Air hätte ich wohl noch einen guten Monat sparen müssen, und der Plan, ein MacBook Pro in der E-Bucht zu ersteigern entpuppte sich schnell als nervlicher Drahtseilakt. Sowas ist nichts für mich. Wenn ich etwas will, dann am besten schon gestern. Warten liegt mir nicht so. Deswegen mag ich auch One Night Stands. Aber das ist ein anderes Thema. Okay, das iPad ist schon länger käuflich zu erwerben, war aber aufgrund von diversen Gründen erstmal in unerreichbare Fernen gerückt. Vor wenigen Tagen bot sich dann die Möglichkeit, dass das Teil zu einem wirklich fairen Preis den Besitzer wechselt. Und schon hatte ich Blut geleckt. Ratz-Fatz, war der Drops gelutscht und das iPad meins. Hier und da hieß es dann gleich, ich hätte noch warten sollen, dass neue iPad kommt  doch bestimmt auch bald. Ja, mag ja sein. Aber vielleicht will ich das neue gar nicht? Ist doch dann wieder viel zu teurig und überhaupt. Ungeduld und so.

Und wegen der Ungeduld machte ich mich dann heute auch auf die Suche nach einer annehmbaren Verpackungsmöglichkeit und irgendwie hab ich das Gefühl, dass es so gut wie keine wirklich praktischen und handlichen iPad Cases gibt, die gleichzeitig auch noch nett im Auge und aus akzeptablen Material sind. Leder oder gar dieses Plastik-Mesh-weissichnich-Zeugs kamen definitiv gar nicht in Frage. Ich wollte was griffiges, schlichtes und zusammenklappbares. Im Endeffekt ist es dann ein Case von Apple geworden. Call me Fanboy. Aber der Apfel auf dem Case war definitiv nicht das ausschlaggebende Kaufargument. Vor allem, weil mir zunächst gar nicht bewusst war, dass es sich um ein offizielles Apple Zubehör Dings handelte. War irgendwie nicht so offensichtlich. Fakt ist: Es war einfach das einzig wirklich annehmbare Teil in diesem Geschäft, dem dritten übrigens in dem ich heute war. Und da ich keine Gelüste hatte, noch mal im Feierabendverkehr durch’s Ruhrgebiet zu düsen, isses dann dieses geworden.

Wie auch immer: Das Teil hat einen klappbaren Deckel und kann, ähnlich wie ein Bilderrahmen, aufgestellt werden um beispielsweise Filme zu schauen, bietet durch diese umklappbare Lasche aber auch einen wesentlich besseren Tipp-Komfort. Das Material ist irgend ein mattes, griffiges Gummizeugs aus Eisbärenhaut oder was weiss ich.

Ja, es gibt bestimmt noch schönere und günstigere Taschen für’s iPad wenn man sich nur ein bisschen Zeit nimmt um zu schauen, diese hier zum Beispiel. Aber wie ich eingangs sagte: Ungeduld und so. Ich war halt einmal unterwegs und bestellen und wieder warten… Och nöööö. Da sind wir nicht so für.

Am Rande möchte ich noch erwähnen, dass ich gerade das neue Album von Alphaville höre, während ich diese Zeilen schreibe, und ich glaube es ist gut. Wenn ich demnächst erstmal Musikredakteur und Rezensent bin, schreibe ich vielleicht ein paar Zeilen dazu, aber das nur am Rande.