Reiselogbuch, Sternzeit 65185,3: Espresso, Burgruinen und die Vogesen

Dafür, dass ich nur bei besonderem Bedarf etwas in den Blog hauen wollte, wird dieses Reiselogbuch gerade doch zu einer recht regelmässigen Sache.

Im Grunde könnte ich hier jeden Abend ein gutes Duzend Fotos in den Blog werfen, leider hindert mich das wirklich miserable Netz der Telekom daran, denn die Hin- und Hersenderei von Fotos, sowie das Hochladen der selbigen mithilfe einer wirklich sehr unausgereiften WordPress iPad App sorgt leider allzu schnell dafür, dass die Entspannung, die ich über den Tag verteilt aufgebaut habe, ganz schnell einstürzt wie ein Kartenhaus und meine Nerven blank liegen lässt. Also lassen wir das. Die gesammelten Fotos gibt’s dann irgendwann nächste Woche an anderer Stelle.

Heute waren wir also mal kurz in Frankreich. Wir kauften Dinge und Sachen in einem riesigen Einkaufszentrum, in dem es von Kräuterbutter bis Damenfahrrädern so ziemlich alles gab. Offenbar ist der Franzose ein unfassbar fauler Zeitgenosse, so dass er zum Einkaufen nicht wirklich gerne durch die Gegend fährt und sich lieber alles aus einer Quelle besorgt. Ausserdem lernte ich heute folgendes: Bestellt man sich in einem französischen Cafe auf Deutsch einen Milchkaffee, so bekommt man einen doppelten Espresso serviert.

Vom Espresso gestärkt, hatten wir dann auch genug Energie, um nach dem Mittagessen einen Berg zu besteigen, auf dessen Gipfel sich eine Burgruine befand von der aus man einen ganz prächtigen Ausblick über den Rhein auf Frankreich und die Vogesen hatte. Würde mich ja interessieren, ob in Frankreich auch Leute sitzen, die von altehrwürdigen Burgruinen aus das deutsche Volk beobachten.

Alles in allem wieder ein interessanter Tag mit vielen verschiedenen Eindrücken und überhaupt ist das alles ganz wunderbar hier. Vielleicht eröffne ich ein kleines Weinbistro an der französischen Grenze, nenne es “Le Bastarde” und komme nie wieder zurück.