Tschüss iMac. Hallo MacBook!

Da habe ich also den halben Dienstag Nachmittag in meiner Buzze gehangen um mein iPad und meinen iMac möglichst attraktiv und aussagekräftig bei Ebay darstehen zu lassen und habe danach noch einen, wie ich finde, wirklich hübschen Blogeintrag dazu geschrieben um das ganze ein wenig ins Rollen zu bringen, und was musste ich dann noch am selben Tag festellen? Es war alles für die Katz’.

Denn nur wenige Stunden, nachdem ich die beiden genannten Apple Dingse inklusive nicht zu verachtendem Zubehör zur Auktion freigegeben hatte, um mir von dem daraus resultierenden Gewinn ein MacBook zuzulegen, möglichst ohne noch Geld dazusteuern zu müssen, meldete sich am Dienstag Abend um kurz nach 23 Uhr Torben bei mir. Der hatte nämlich mitbekommen, dass ich meinen halben Bestand an Apple Produkten unter den Hammer haue, um mir ein MacBook zuzulegen. Er für seinen Teil hat zuhause ein MacBook stehen, braucht das nicht mehr wirklich und hätte lieber was grosses, iMac-mässiges. Und da dachte er sich, vielleicht könnte man ja einfach mal tauschen.

Nach einem kurzen Telefonat war das ganze in trocknen Tüchern und quasi durch die Telefonleitung virtuel abgehandschüttelt. Spontan wie ich bin erklärte ich, dass ich am liebsten gleich morgen vorbei kommen würde, um das Geschäft über die Bühne zu bringen. Das würde gut passen. Es wäre mein freier Tag, wir sparen beide Versandkosten (Okay, Benzin kostet auch Geld, aber hey, es geht hier um’s Prinzip) und ich hätte in den darauf folgenden Tagen auch keine Zeit mehr für einen persönlichen Besuch. Und so fand es dann auch statt. Heute morgen den iMac leergeräumt, 200 Kilometer Richtung Kassel geflogen, dort den Mac gegen das Book getauscht und wieder 200 Kilometer zurück in den Ruhrpott.

Und jetzt steht das gute Stück hier und ich glaube, ich freue mich ein bisschen.

Wie unschwer zu erkennen ist, installierte ich Snow Leopard auf eine komplett leergeputzte Platte. Den Migrationsassistenten benutzte ich nicht. Ein Grossteil meiner Daten bleiben auf meiner externen Platte. Das meiste, was ich unterwegs für den Blog benötige, habe ich in der Cloud und ausserdem fand ich es irgendwie reizvoll, mal wieder ein sauberes und blankes System zu haben. Ist vielleicht ein bisschen dumm, weil ich gerade eben in diesem Augenblick noch immer Programme installiere und Einstellungen vornehme, aber nach fast 5 Jahren, in denen ich das System nicht einmal neu aufsetzte und jedesmal nur über die immer noch allererste Installation (Damals noch auf meinem kleinen iBook) drüber installierte, wollte ich einfach mal Tabula Rasa machen.

So langsam aber sicher bin ich beinahe fertig. Auch die knapp 2 GB an Updates sind mittlerweile vom Apple Server gezogen und installiert. Das MacBook scheint bereit zu sein, in Zukunft für mich zu arbeiten. Und darauf freue ich mich. Da ich mein iPad ja nun auch behalten darf, bin ich nun optimal für mobiles Machen und Tun gerüstet. Das iPad ist wirklich toll. Vor allem als Konsumgerät. Aber was das aufwendigere Bearbeiten von Blogartikeln betrifft, stößt es dann doch an seine produktiven Grenzen. Vom Schneiden und Hochladen einer Podcastepisode muss ich gar nicht erst anfangen. Aber mit dem MacBook an der einen und dem iPad an der anderen Seite habe ich nun auch keine Angst mehr vor der Obdachlosigkeit und der Tatsache, dass ich dann meinen dicken 9 Kilo iMac mit mir rumschleppen oder in einem Einkaufswagen zusammen mit meinem, in Aldi Plastiktüten verstauten Hab und Gut vor mir herschieben müsste.