Podcast Nr. 512: Nicht die Sternchentaste drücken

Verwechslungen am frühmorgendlichen Abend, zum Schlüsseldienst marl eben durch die Gegend fahren, ab Montag bin ich Zaubererer, tote Tiere im Auto spazierenfahren, in der Hölle gibt’s nur Super und E10 und zum Schluss bin ich dann doch noch nach Hause gekommen.

 

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Magische Filme.

Ich habe bis zum heutigen Tag nicht ein einziges Harry Potter Buch gelesen. Werde ich vermutlich auch niemals. Mag sein, dass ich da etwas ganz wunderbares verpasse, vielleicht aber auch nicht. Aber ich habe bereits zwei Filme gesehen und ich glaube, man muss kein überzeugter Harry Potter Fan sein, um die Filme gut zu finden. Sie sind großartig gemacht, mit viel Liebe zum Detail ausgestattet und ganz hervorragend fotografiert. Sie schaffen eine wunderbare, zauberhafte Atmosphäre, was nicht zuletzt auch dem fantastischen Soundtrack zu verdanken ist und entführen für ein paar Stunden in eine andere Welt.

Solche Filme werden immer seltener. Früher war es die unendliche Geschichte, die mich als Kind an die Mattscheibe gefesselt hat. Den Film über Bastians Abenteuer in Phantasien finde ich selbst heute noch ganz wunderbar und in diesem Fall habe ich einige Jahre später auch das Buch gelesen und kann es jedem, der auch nur ein wenig für moderne Märchen übrig hat, nur wärmstens empfehlen. Heute sind es Filme wie beispielsweise Pans Labyrinth, die mich in ihren Bann ziehen. Oder auch die fabelhafte Welt der Amelie. Herr der Ringe ebenfalls. Bei letzterem ist es fast schon ein Ritual geworden, über die Adventssonntage verteil, die gesamte Trilogie einmal durchzuschauen. Es sind Filme, die einen den Alltag absolut vergessen lassen. Man kann abschalten, sich verzaubern lassen und für ein paar Stunden wieder ein bisschen Kind sein. Oder zumindest ein Erwachsener mit ein bisschen mehr Fantasie und etwas mehr Sinn für das fantastische, als andere.

Was ich eigentlich sagen wollte: Ich habe mir heute die Harry Potter Complete 8 Film Collection zugelegt und werde wohl bis Neujahr keine langweiligen Winterabende mehr haben. Vielleicht verbringe ich aber auch das komplette Wochenende mit dem Weib im Bett und wir schauen alle 8 Filme nacheinander, bis wir uns wundgelegen haben.

Mixtape: Musik zum Schreiben

Vor einer Weile die Idee dazu gehabt, gestern Nacht beim Bloggen wieder ins Hirn geflogen und heute schon da. Die neue Rubrik mit Namen Mixtape. Sehr originell der Titel. Nicht. Egal.

Passend zum gestrigen Blogeintrag übers Schreiben und Musikhören, hier meine Playlist mit ein paar ausgewählten Songs einiger Alben, die bei mir in meiner Writing-Music Playlist zu finden sind und des Öfteren daherdudeln, wenn mich die völlige Stille ein wenig wahnsinnig macht und meine ansonsten bevorzugte Musik mir die Konzentration raubt. Locker zusammengewürfelt, nicht ganz vollständig und im Grunde nur als Beispiel zu betrachten.

Natürlich sind die meisten Songs Teile von Soundtracks oder Alben, die ihre gesamte Wirkung nur entfalten können, wenn man sie komplett anhört, aber das hier soll als Appetitanreger dienen und einen Querschnitt durch die Musik geben, die mich beim Schreiben inspiriert, beziehungsweise unterstützt, wenn man das mal so nennen will.

Schreibmusik.

Über diverse Kanäle lasse ich ja gerne mal ganz nonchalant raushängen, dass ich ein Freund der schwarzen Musikszene bin, was den einen oder anderen Freund des stereotypen Klischeedenkens gerne breit grinsend aus seiner Trollhöhle herauskrabbeln lässt, um ganz verrückte, und so noch nie da gewesene Äusserungen bezüglich dieser Musikrichtung und den damit verbundenen Leuten zu machen. Ja, ich trage gerne und fast ausschließlich schwarze Kleidung. Nein, ich treibe mich nicht des Nachts auf Friedhöfen herum und schubse Grabsteine um. Ja, ich mag Tattoos, Percings und Frauen in dicken, schweren Stiefeln. Nein, ich sitze nicht depressiv zuhause, höre Marilyn Manson und plane einen Amoklauf mit anschliessendem Suizid. Und nein, ich höre auch nicht den ganzen Tag nur böse schwarze Musik mit satanistischen und gewaltverherrlichenden Texten, während ich an sechs Stahlringen aufgehangen über einem Tierkadaver baumele und zwanghaft masturbiere. Manchmal schon. Aber eben nicht immer.

Gelegentlich höre ich auch andere Musik. Beispielsweise mag ich Klassik sehr gern, vor allem Chopin und Vivaldi. Instrumentalen Jazz finde ich auch ganz grossartig. Und elektronischen Kram. Hier vor allem die ruhigeren Sachen. Dinge von Air, Kraftwerk oder auch, mehr oder weniger aktuell, den Soundtrack zu The Social Network von Trent Reznor. Soundtracks finde ich generell in den meisten Fällen ganz fantastisch, aber das schrob ich irgendwann schonmal.

Die letztgenannten Genres gehören zu denen, die ich meistens laufen habe, wenn ich am Mac sitze und schreibe, respektive blogge. Denn eine Sache liegt mir ganz und gar nicht, und das ist die Fähigkeit, mich auf’s Schreiben zu konzentrieren, wenn ich durch äussere Einflüsse abgelenkt werde. Sei es nun ein laufender Fernseher (der bei meinem Weib, denn selbst besitze ich keinen), ein Radio mit dummen Moderatoren, die dauernd irgendwelchen sinn- und inhaltslosen Dreck daherreden oder Musik mit Gesang. Auch in der Gesellschaft von Menschen fällt mir das konzentrierte Schreiben schwer. Ich gehöre daher nicht zu dieser ultrahippen Generation von Leuten, die sich mit ihrem Macbook in die nächstbeste Starbucks Filiale setzen und bei einem Latte macchiato ihre geistigen Ergüsse ins Netz schleudern. Ein bisschen beneide ich solche Menschen um ihre Fähigkeit, alles um sich herum auszublenden und sich nur darum zu kümmern, ihre Gedanken in Worte zu fassen und diese zu Papier, beziehungsweise auf den Bildschirm zu bringen. Ich lasse mich zu leicht von meiner Umgebung ablenken und brauche Ruhe zum schreiben. Habe ich diese Ruhe nicht, kann ich keine klaren Gedanken fassen oder zusammenhängende Sätze formulieren, was mich ziemlich schnell frustriert. Allerdings höre ich trotzdem gerne ein wenig Musik beim Schreiben. Sie hilft mir manchmal dabei, mich in die richtige Stimmung zu versetzen oder mich zu inspirieren. Aber es muss eben ganz bestimmte Musik sein. Musik, die einen Klangteppich ausbreitet, mich beim Schreiben begleitet und mir hilft, meine Gedanken fliegen zu lassen. Sie darf nicht dazwischenfunken oder mich aus meiner Konzentration reissen. Sie muss beiläufig sein, aber nicht so belanglos wie Fahrstuhlmusik. Sie muss Emotionen herbeiführen, aber darf mich nicht aufwühlen. Sie muss sich ausblenden, wenn ich konzentriert schreibe, soll mich aber auffangen, wenn ich inne halte und nach Worten oder Formulierungen suche.

Und da ich gerade durch den iTunes Store stöberte und feststellen musste, dass ich, gefühlt, so ziemlich alles an guter schwarzer und independanter Musik besitze, was der Store hergibt, suchte ich mal ein wenig nach neuer ‘Schreibmusik’ und wurde bei Massive Attack, Jean Michel Jarre und Röyksopp fündig. Alle drei gekauften Alben sind uralt, aber mehr als grossartig und stehen schon seit langem auf meiner Liste von Alben, die ich mir noch zulegen will. Aber wie das so ist: Man kommt zu nichts und dann vergisst man’s und ihr wisst wie das alles ist.

Und ganz nebenbei fällt mir gerade ein, dass ich irgendwann auch mal die Idee hatte, hier Mixtapes in Form von Grooveshark-Playlisten zu posten und ich glaube, Schreibmusik wäre ein tolles Thema für einen ersten Blogeintrag in dieser Rubrik. Kommt dann wohl demnächst.

Aus der Rubrik: Blogeinträge die inhaltlich eigentlich ganz anders geplant waren, dann beim Schreiben aber zum Selbstläufer wurden, viele verschiedene Themen anschneiden, plötzlich und abrupt enden und den Leser am Ende völlig verwirrt zurücklassen.

Podcast Nr. 511: Meine Hoden schwitzen nicht

Absolut objektive Berichterstattung vom Beinahe-Unfalltod, Gedanken zum Thema Geldautomaten, die unfassbare Unmöglichkeit an einen Leoparden zu kommen, in Inzestkreisen wird Englisch gesprochen, praktisch denken, Socken schenken, Weihnachtsgeld sinnvoll investiert, unterwegs auf neuen Pfaden mit Leuten die ich nicht kenne, Apps und gewünschte Empfehlungen für solche und Followerschwämme beim Quote.fm. Das alles in über 25 Minuten, obwohl ich am Ende noch rumheule und mich rausrede, dass es hier im Moment so wenig neues gibt.

 

Verlängertes Wochenende.

 

 

 

 

 

 

 

Wie die Elite sich selbst lächerlich macht

Ich bin verärgert, da sich meine Arbeit, bis auf ein phänomenales Feedback seitens meiner Twitterfollower (Danke!) monetär leider kaum bei mir bemerkbar macht. Wie ich bereits in diesem Artikel einige Zeit zuvor beschrieben habe, kämpfte ich in den letzten Jahren mit Geldproblemen und großen Existenznöten. […] Ich möchte kein Mitleid dafür, sondern einfach nur kurz den Backround wiedergeben auf dem ich heute argumentiere. Ich habe lange Zeit nichts besessen ausser meiner Ideen und einer großen Vision mit der Sache Geld zu verdienen, die ich so liebe.

bangpowww→

Okay, Tweetklau ist eine Sache, die bestimmt niemand von uns so wirklich prickelnd findet. Seine winzigen 140-Zeichen-Ergüsse jedoch selbst als Produkt zu betiteln, für dessen Nutzung man gerne bezahlt werden möchte, ich absolut lächerlich. Twitter ist offen und für alle zugänglich, jeder der dort etwas postet, sollte sich bewusst sein, dass nirgends ein Copyright-Zeichen in den ach so tiefsinnigen Einzeilern eingebettet ist. Twitter ist die digitale Version der an Klowände geschmierten Stilblüten und Neologismen der 80er und 90er Jahre. Und die waren auch nicht durch Urheberrecht geschützt. Ganz egal, ob die polnische Putze dort einen lustigen Limerick hingeschmiert hat, oder Franz Kafka einen Schüttelreim, nachdem er seinen Morgenschiss hinter sich gebracht hat.

Da regte sich vor wenigen Tagen noch die gesamte ‘Twitter-Elite’ auf, weil sie als eben solche beschimpft und als absolut überheblich dargestellt wurde (Die Gegendarstellung von Orbis Claudiae sei an dieser Stelle mal eben als ganz klare Leseempfehlung genannt), und dann wird Fräulein Blitzkrieg, deren Tweets ich eigentlich immer mit Vergnügen lese und der ich tatsächlich ein paar mehr Eier zugetraut habe, zur Drama Queen und schreibt vom Shocking-Moment ihres Lebens, als Klaas ihren Tweet ohne Quellenangabe in seiner Sendung zitierte und verlangt dafür jetzt tatsächliche eine Bezahlung, damit er sein Gewissen reinwaschen kann.

Was für eine peinliche Aktion.

Wenn ihr Angst um euer geistiges Eigentum habt, dann postet es nicht in einen Dienst wie Twitter, sondern schreibt eure Ergüsse in ein Buch, da gibt’s nämlich tatsächlich so ein Ding namens Urheberrecht. Und im Nachhinein Geld für etwas verlangen zu wollen, was zu keinem Zeitpunkt explizit als kostenpflichtiges Eigentum deklariert war, ist leider wirklich ein Armutszeugnis.

Podcast Nr. 510: Ich glaube nicht an AIDS

Verstörende Träume, rote Schleifen und so, last night a DJ saved the Weihnachtsfeier, wabbelnde Wichtelpimmel die vielleicht auch vibrieren und in Afrika kann man nicht mit Euros bezahlen.

 

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