War das Magazin damals noch ein Projekt, welches ich komplett alleine stemmte, so habe ich mir für den Relaunch überlegt, mir ein wenig Unterstützung mit ins Boot zu holen, was allerdings auch nicht immer einfach ist.

Zum einen gebe ich nur ungern Dinge in andere Hände, zum anderen sollten auch nicht zu viele Leute in diesem Projekt mitmischen. Zu viele Köche und so. Ausserdem ist es nicht wirklich einfach, vernünftige Leute zu finden, die man bei seinem Projekt dabei haben möchte. Mit irgendwelchen Fanboys, die weder mit InDesign umgehen können, noch auch nur 2 Zeilen Code schreiben können, die aber unbedingt dabei sein wollen, weil das ja alles so toll ist, kann ich nämlich rein gar nichts anfangen.
Vor einigen Tagen meldete sich Jörn bei mir und meldete Interesse an einer Zusammenarbeit an. Unter anderem ein Grund, warum es auf der Website und auch hier im Blog zunächst noch nicht viel neues gab, weil ich das heutige Treffern und die Ergebnisse, die daraus entstehen würden, erstmal abwarten wollte. Bei ein paar Pints Guinness und in entspannter Atmosphäre konnten wir zusammen einige interessante Ansätze erarbeiten, die wir in den nächsten Tagen und Wochen noch vertiefen werden.
Zunächst mal habe ich meine fixe Idee, dem Magazin eventuell einen neuen Namen zu geben, ganz schnell wieder verworfen. Das Bastard Magazine ist unter eben diesem Namen bekannt geworden, war irgendwie auch der Namensgeber für diese ganze Sache hier und zeigt damit natürlich auch seine Zugehörigkeit zu diesem ganzen Blog- und Podcast-Ding.
Über das Format des Magazins habe ich mir lange Gedanken gemacht. Anfangs war ich sehr euphorisch, bezüglich der Möglichkeiten, die ein digitales Magazin heute bietet. iPad App, Abo-Modell, Musik- und Videoeinbindung und dieser ganze abgefahrene Kram. Jedoch wurde uns heute sehr schnell klar, dass dieses Projekt erstmal ein Hobby-Ding werden wird, das wir beide neben unserem normalen 40 Stunden Job und unserem Privatleben auf die Beine stellen wollen. Daher muss man ein paar Abstriche machen und einen guten Kompromiss zwischen Zeit- und Arbeitsaufwand und dem späteren Ergebnis finden. Wir entschieden uns also für das PDF Format. Auch wenn dieses vielleicht schon etwas angestaubt daher kommt, ist es doch die einfachste Variante. Gut möglich, dass sich irgendwann, wenn das Magazin vielleicht bekannter und grösser geworden ist, ein paar Türen öffnen die uns bessere und abgefahrene Möglichkeiten der Veröffentlichung bieten. Eine E-Pub-Variante haben wir angedacht, müssen aber noch schauen, wie aufwendig eine Umsetzung ist. Ausserdem halten wir uns für die ferne Zukunft die Option offen, eine Print-Spezialausgabe auf den Markt zu werfen.
Inhaltlich wird es im Magazin nicht nur grafische Arbeiten jeglicher Art geben. Wir wollen gerne auch den ein oder anderen Text veröffentlichen. Zur Auswahl stehen Interviews mit den Künstlern, Reviews zu Ausstellungen, aber auch Konzert- oder Festivalberichte oder Reviews zu neuen CDs oder Filmen. Im Bereich der Einsendungen der Künstler wollen wir gerne auch Kunstschulen und Kunststudenten kontaktieren, um deren Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir wollen uns da eigentlich ziemlich viel offen halten und keine feste Grenze für den Inhalt ziehen. Kunst ist ein weites Feld und die Übergänge zu anderen Themen sind oftmals fliessend. Alles kann, nichts muss. So einfach ist das.
Musik soll es auch geben. Wir planen, mit jeder Ausgabe auch einen Sampler mit in die Downloads zu packen, der einen musikalischen Querschnitt von Musikern präsentieren soll, die noch ohne Vertrag sind und uns ihre Musik zur Verfügung stellen können, ohne dass die GEMA ihre dicken Wurstfinger mit im Spiel hat. Infos zu allen Künstlern wird es dann nicht nur im Magazin, sondern auch auf der Website geben, wo jeder Künstler, der mal etwas zum Magazin beigesteuert hat, sein eigenes kleines Profil bekommen soll.
Zum Schluss kann es noch sein, dass wir die eine oder andere Arbeit von Künstlern als Vorlage nutzen, um wunderschöne und qualitativ hochwertige T-Shits zu produzieren. Vielleicht kann man das irgendwann auch mit einem T-Shirt Design Contest verbinden.
Das wären im Moment erstmal die groben Ideen, die uns durch den Kopf gingen, mal eben zusammenhanglos hier runtergeschrieben, was nicht ganz einfach war, da die drei Guinness mir auf halb leerem Magen doch ein wenig die Birne verwirbelt haben.
Ab morgen werde ich zunächst anfangen, eine erste Seite für’s Netz zusammen zu basteln, die das Bastard Magazine gründlich vorstellen wird und auf der wir Künstler und Kreative schonmal dazu aufrufen wollen, uns ihre Arbeiten zu schicken.
Jörn und ich sind ziemlich euphorisch und voller guter Hoffnung, dass das ein wirklich gutes Ding werden könnte. Wir haben uns eine Menge vorgenommen und hoffen, dass wir genug Zeit finden, um uns mit ausreichendem Einsatz um das Magazin zu kümmern.